Glossar
Abrasiva
Abrasiva (von lat.: abrasum = abgeschabt) ist der Begriff für (feinkörnige) Stoffe, die eine reibende Wirkung haben. Relevant ist der Begriff unter anderem in der Kosmetik, wo abrasive Stoffe beispielsweise in Peelings zur Vorbeugung von Komedonen oder Zahnpasten eingesetzt werden.
Adaptogene
Adaptogene ist der Begriff für pflanzliche Arzneimittel, die den Organismus widerstandsfähiger machen und ihm helfen Stress besser zu verarbeiten. Beispiele für pflanzliche Adaptogene:
Adstringentien
Adstringentien (von lat. Adstringere = zusammenziehen) ist der Begriff für Mittel, die bei Haut- bzw. Schleimhautkontakt das Gewebe verdichten. Relevant ist der Begriff in der Medizin zu Behandlung von Hauterkrankungen und zum Stillen kleinerer Blutungen sowie in der Kosmetik zur Herstllung hautstraffender Lotionen und schweißhemmender Deodorants. Beispiele für Adstringentien sind: • Gerbstoffe • Silbernitrat
Analgetika
Analgetika (Singular: Analgetikum) ist der Begriff für Arzneimittel, die schmerzstillend wirken. Gebräuchlich ist die Einteilung in: • nichtopioide Analgetika - zur Behandlung leichter bis mittelstarker Schmerzen. • opioide Analgetika - bei mittelstarken bis starken Schmerzen.
Antiarrhythmika
Antiarrhythmika (Singular: Antiarrhythmikum) ist der Begriff für Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen. Sie werden je nach ihrer Wirkungsweise in vier Klassen eingeteilt: • I: Natriumkanalblocker • II: Betablocker • III: Kaliumkanalblocker • IV: Calciumkanalblocker
Antidiarrhoika
Antidiarrhoika (Singular: Antidiarrhoikum) ist der Begriff für Arzneimittel, die zur Therapie von Durchfall (Diarrhö) eingesetzt werden.
Antiflatulentien
Antiflatulentien ist der Begriff für Arzneimittel gegen Blähungen. Sie wirken blähungstreibend und entschäumend. Beispiele für pflanzliche Antiflatulentien: • Fenchel • Kalmus • Kümmel Ein weiterer Begriff in diesem Zusammenhang ist: Karminativa
Antihidrotika
Antihidrotika (auch: Antiperspirantia) ist der Begriff für Arzneimittel zur Behandlung übermäßiger Schweißproduktion (Hyperhidrosis), die die Schweißbildung hemmen oder die Schweißdrüsen verschließen. Beispiele für pflanzliche Antihidrotika: • Salbei
Antihistaminika
Antihistaminika (Singular: Antihistaminikum) ist der Begriff für Arzneimittel, die die Wirkung des körpereigenen Stoffs Histamin abschwächen oder sogar ganz aufheben. Sie wirken antiallergisch, entzündungshemmend und juckreizstillend und werden unter anderem bei Hauterkrankungen, Erkältungskrankheiten, Ödemen und Allergien eingesetzt.
Antimikrobielle Stoffe
Antimikrobielle Stoffe ist der Begriff für Substanzen, die Aktivitäten und Vermehrungsfähigkeit von Mikroorganismen (Bakterien, Pilze) auf der (Schleim-)Haut reduzieren. Relevant ist der Begriff unter anderem in der Medizin zur Behandlung von Infektionskrankheiten sowie in der Kosmetik.
Antimykotika
Antimykotika (Singular: Antimykotikum) ist der Begriff für Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen (Mykosen). Sie hemmen die Bildung der Pilzzellwände, wirken pilztötend und antibakteriell.
Antioxidantien
Antioxidantien (Singular: Antioxidans) ist der Begriff für chemische Substanzen, die bestimmte durch Sauerstoff ausgelöste Vorgänge und Reaktionen (z.B Oxidation) verhindern. Ihnen wird insbesondere durch ihre Wirkung als "Radikalfänger" eine besondere Bedeutung zugesprochen. Denn bei der Oxidation entstehen zellschädigende freie Radikale. Dieser sogenannte oxidative Stress wird unter anderem auch für den Alterungsprozess und verschiedene Erkrankungen verantwortlich gemacht. Antioxidantien können helfen diese Oxidationsvorgänge zu vermindern, die freien Radikale unfähig zu machen und somit die Zellen zu schützen. Relevant ist der Begriff in der Medizin, im Lebensmittelbereich und in der Kosmetik. Hier sollen die Antioxidantien v.a die Qualität der Produkte erhalten und / oder positiv auf den Alterungsprozess der Haut wirken. Beispiele für Antioxidantien sind: • Vitamin C (Ascorbinsäure) • Vitamin E • Zitronensäure
Antistatika
Antistatika ist der Begriff für Stoffe, die die elektrostatische Aufladung von Oberflächen (z.B. der Haut oder der Haare) abschwächen oder verhindern. Relevant ist der Begriff in der Kosmetik, wo Antistatika insbesondere in Haarpflegeprodukten für eine bessere Kämmbarkeit und gegen "fliegende Haare" eingesetzt werden.
Antitussiva
Antitussiva (Singular: Antitussivum) ist der Begriff für Arzneimittel, die den Hustenreiz unterdrücken. Sie werden meist in Form von Hustensaft zur Behandlung von trockenem, unproduktivem Reizhusten eingesetzt. Antitussiva wirken in der Regel unspezifisch, d. h. sie Lindern die Symptome unabhängig von ihrer Ursache. Beispiele für pflanzliche Antitussiva sind: • Eibisch • Spitzwegerich • Malve
Anxiolytika
Anxiolytika (auch: Ataraktika, Beruhigungsmittel) ist der Begriff für diverse Arzneimittel zur Behandlung von Angstzuständen. Sie wirken angstlösend (anxiolytisch), schlaffördernd, beruhigend und entspannend. Beispiele für pflanzliche Anxiolytika: • Baldrian • Hopfen • Passionsblume Ein weiterer Begriff in diesem Zusammenhang ist: Adaptogene
Bindemittel
Bindemittel ist in der Kosmetik der Begriff für Substanzen, die pulverartige Zubereitungen zusammenhalten sollen.
Chelatbildner
Chelatbildner ist der Begriff für Substanzen, die mit Metallionen ein Chelat, also eine feste Verbindung eingehen. Relevant ist der Begriff unter anderem in der Kosmetik, wo Chelatbildner als Inhaltsstoffe eingesetzt werden, um Stabilität und Aussehen der Kosmetikprodukte zu beeinflussen. Ein Beispiel für einen Chelatbildner ist: • Disodium Edta
concisus
concisus (Abkürzung: conc.) ist ein Begriff aus dem Lateinischen und bedeutet grob geschnitten. Den feineren Schnitt bezeichnet man mit minutim concisus. Relevant sind die Begriffe in der Apotheke, wo man sie in der Regel in Bezug auf Pflanzenteile (wie z.B. Blatt, Kraut oder Wurzel) anwendet die für Teedrogen zum Einsatz kommen. Weitere Begriffe in diesem Zusammenhang sind: ganz (totus) und gepulvert (pulvis).
Desodorierungsmittel
Desodorierungsmittel (auch: Desodorator) ist der kosmetische Begriff für Stoffe, die Kosmetikprodukten zugesetzt werden, um unangenehme Körpergerüche zu überdecken, zu verhindern oder zu reduzieren sowie um die Schweißbildung zu vermindern. Beispiele für Desodorierungsmittel sind: • Limonene • Linalool • Farnesol
Diuretika
Diuretika (Singular: Diuretikum; lat. urea = Harnstoff) ist der Begriff für wassertreibende Arzneimittel, die blutdrucksenkend wirken, die Harnmenge erhöhen und somit Salze und Wasser, sowie Bakterien, die sich in den Harnwegen abgesetzt haben, aus dem Körper ausschwemmen. Sie werden unter anderem zur Behandlung von Niereninsuffizienz, Blasenentzündung, Herzinsuffizienz, Bluthochdruck und Ödemen eingesetzt. Beispiele für pflanzliche Diuretika sind: • Brennnessel • Schachtelhalm • Goldrute
Drogen
Droge (auch Teedroge oder Arzneidroge) ist im Sinne dieser Webseite nicht als Rauschmittel zu verstehen. Vielmehr bezeichnet der Begriff Heilpflanzen, die AURICA als Roh- oder Hilfsstoff für die Herstellung von pflanzlichen Arzneimitteln verwendet. Es kommen hierbei getrocknete Pflanzen oder Pflanzenteile zum Einsatz. Das fertige Arzneimittel kann aus einer oder mehreren Drogen bestehen. Für die Wirksamkeit eines Arzneimittels spielt es allerdings keine Rolle aus wievielen Komponenten ein Mittel zusammengesetzt ist, da in einer Mischung oft auch Schmuckdrogen eingesetzt werden. Oft reicht eine einzige Heilpflanze (Monodroge) für einen Behandlungserfolg aus. Beispiele für Drogen: • Flohsamen • Goldrute • Eibisch
Emollentien
Emollentien (von lat.: emolliere = weich machen; auch: Hautpflegemittel) ist der Begriff für Substanzen, die Hautpflegeprodukten zugesetzt werden, um die Haut glatt und geschmeidig zu machen.
Emulgatoren
Emulgator ist der Begriff für Stoffe, die die Oberflächen ursprünglich nicht mischbarer Substanzen verändern und somit miteinander verbinden, d. h. eine Emulsion herstellen. Relevant ist der Begriff vor allem in der Kosmetik, wo Emulgatoren insbesondere Cremes und Lotionen zugefügt werden, um sowohl wässrige als auch ölige Wirkstoffe miteinander vermischen zu können. In Kosmetika unterscheidet man zwei Arten von Emulgatoren: • Wasser-in-Öl-Emulgatoren (W/O-Emulgatoren): lipophile Anteile sind größer • Öl-in-Wasser-Emulgatoren (O/W-Emulgatoren): hydrophile Anteile sind Größer Ein weiterer Begriff in diesem Zusamennhang ist: Emulsionsstabilisator
Emulsionsstabilisatoren
Emulsionsstabilisatoren ist der Begriff für Substanzen, die die Emulgierung, also die Bildung einer Emulsion, verbessern. Relevant ist der begriff unter anderem in der Kosmetik, wo Emulsionsstabilisatoren eingesetzt werden, um die Haltbarkeit und Stabilität von Kosmetika zu verbessern. Beispiele für Emulsionsstabilisatoren sind: • Carbomer • Petrolatum Ein weiterer Begriff in diesem Zusammenhang ist: Emulgatoren
Eradikation
Eradikation (lat. ex = heraus und radix =Wurzel) ist der medizinische Begriff für "Keimeliminierung". Ziel und Zweck der Eradikation ist die vollständige Entfernung des Krankheitserregers aus dem Organismus. Die pharmakologische Eradikation kann beispielsweise mittels Antibiotika erfolgen.
Feuchtigkeitsspender
Feuchtigkeistspender ist in der Kosmetik der Begriff für Substanzen, die Kosmetika zugefügt werden, um die Feuchtigkeit der Haut zu bewahren oder wiederherzustellen. Beispiele für Feuchtigkeitsspender sind: • Glycol • Aloe barbadensis
Filmbildner
Filmbildner ist der Begriff für Kosmetikinhaltsstoffe, die auf Nägeln, Haut und Haar einen Film erzeugen und so verhindern, das angreifbare Strukturen geschädigt werden.
Karminativa
Karminativa (Singular: Karminativum) ist der Begriff für pflantliche Arzneimittel gegen Blähungen. Ein weiterer Begriff in diesem Zusammenhang ist: Antiflatulentien
Konditionierungsmittel
Konditionierungsmittel ist der Begriff für Kosmetikinhaltsstoffe, die auf den behandelten Oberflächen (z. B. Haut und Haaren) einen Film erzeugen. Die haut wird somit weich und geschmeidig, das Haar antistatisch, glänzend und leicht kämmbar.
Konservierungsstoffe
Konservierungsstoffe (von lat.: conservare = bewahren, erhalten) ist der Begriff für Stoffe, die Lebensmitteln oder Kosmetika zugesetzt werden, um ihre Qualität (Konsistenz, Geruch, Geschmack, Wirkung...) zu erhalten und sie vor dem Verderb durch Mikroorganismen zu bewahren.
Konsistenzgeber
Konsistenzgeber (auch: Konsistenzregler) ist in der Kosmetik der Begriff für Hilfsmittel, die Kosmetika zugesetzt werden, um ihre Grundstoffe fester oder flüssiger zu machen.
Lösungsmittel
Lösungsmittel ist in der Kosmetik der Begriff für Stoffe, die Kosmetika zugefügt werden, um bestimmte Substanzen zu lösen. Beispiele für Lösungsmittel sind: • Alkohol • Wasser
Pflanzenteile
Pflanzenteile, wie der Name schon sagt handelt es sich um die getrockneten Bestandteile von Heilpflanzen (Drogen) oder Kräutern die in ganzer, geschnittener oder gemahlener Form weiterverarbeitet werden. Oft eingesetzt in pflanzlichen Arzneimitteln, Lebensmitteln oder Kosmetikprodukten. Bei AURICA Produkten kommen folgende Pflanzenteile zum Einsatz: • Blüten (lat. flos) • Samen (lat. semen) • Schale (lat. testa) • Hülse (lat. folliculus) • Korn (lat. granum) • Frucht (lat. fructus) • Beere (lat. bacca) • Kraut (lat. herba) • Blatt (lat. folium) • Rinde (lat. cortex) • Wurzel (lat. radix) • Wurzelstock (lat. rhizoma)
pH-Wert-Regler
pH-Wert-Regler (auch: Puffersubstanzen) ist der Begriff für Substanzen, die Kosmetikprodukten zugesetzt werden, um einen bestimmten pH-Wert einzustellen bzw. zu stabilisieren.
Pharmakotherapie
Pharmakotherapie (auch: Arzneimitteltherapie) ist der Begriff für die klassische (konservative) Behandlung von Erkrankungen mit Arzneimitteln.
Phytopharmaka
Phytopharmaka ist der Begriff für Arzneimittel pflanzlicher Herkunft, die in der Phytotherapie zur Behandlung von Erkrankungen verwendet werden. Dazu gehören insbesondere Tinkturen, Heilpflanzentees, Pflanzenextrakte und aus Arzneidrogen hergestellte Fertigarzneimittel. Phytopharmaka werden in zwei Gruppen unterteilt: • rationale Phytopharmaka (wissenschaftlich nachgewiesene Wirksamkeit) • traditionelle Phytopharmaka (Die Anwendung basiert auf Erfahrungswerten.)
Phytotherapie
Phytotherapie (auch: Pflanzenheilkunde) ist der Begriff für die Lehre über die Verwendung von Heilpflanzen als Arzneimittel. Ein weiterer Begriff in diesem Zusammenhang ist: Phytopharmaka
pulveratus
pulveratus (Abkürzung: pulv.) ist ein Begriff aus dem Lateinischen und bedeutet gepulvert, gemahlen. Das Pulver = pulvis. Relevant sind die Begriffe in der Apotheke, wo man sie in der Regel in Bezug auf Pflanzenteile (wie z.B. Blätter, Kraut oder Wurzel) anwendet die bei Drogen zum Einsatz kommen. Weitere Begriffe in diesem Zusammenhang sind : ganz (totus) und concisus (conc.)
Schmuckdrogen
Schmuckdrogen (auch Konstituens) sind bei AURICA pflanzliche Bestandteile die Teemischungen durch ihre Eigenschaften (wie Aussehen, Form, Geruch, Geschmack) aufwerten. Dabei kann es sich durchaus um arzneilich wirksame Pflanzen handeln, allerdings haben diese durch die geringe Dosierung in der Mischung keine oder nur geringe Wirkung. Beispiele für Schmuck-Drogen:
Spasmolytika
Spasmolytika (Singular: Spasmolytikum; auch: Antispasmodica) ist der Begriff für krampflösende Arzneimittel, die die Muskulatur entspannen und somit Krämpfe (Spasmen) lösen. Sie werden insbesondere bei Krämpfen im Bereich von Magen- und Darm sowie der Bronchien eingesetzt. Beispiele für pflanzliche Spasmolytika sind: • Pfefferminze • Anis • Fenchel
systemische Therapie
Systemische Therapie ist der medizinische Begriff für die Behandlung von Erkrankungen, die den Gesamtorganismus betreffen und wo eine topische Therapie nicht möglich ist.
Tenside
Tenside (Singular: Tensid) ist in der Kosmetik der Begriff für waschaktive Substanzen, die eine intensive Reinigung von Haut und Haaren ermöglichen.
topische Therapie
Topische Therapie (auch: Lokaltherapie) ist der medizinische Begriff für die äußere Anwendung von Arzneimitteln am Ort der Erkrankung (also lokal). Die Lokaltherapie wird überwiegend in der Dermatologie sowie der Hals-Nasen-Ohren- und der Augenheilkunde angewendet. Ein weiterer Begriff in diesem Zusammenhang ist: systemische Therapie.
totus
totus (Abkürzung: tot.) ist ein Begriff aus dem Lateinischen und bedeutet ganz. Relevant ist der Begriff in der Apotheke, wo man ihn in der Regel in Bezug auf ganze Pflanzenteile (wie z.B. Früchte oder Samen) anwendet die für Drogen zum Einsatz kommen. Weitere Begriffe in diesem Zusammenhang sind: geschnitten (concisus) und gepulvert (pulvis)
Viskositätsregler
Viskositätsregler ist in der Kosmetik der Begriff für Substanzen, die die Zähflüssigkeit (Viskosität) des Kosmetikprodukts beeinflussen. Die Viskosität kann beispielsweise zähflüssig, weich oder wachsartig sein.
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