Pyrrolizidin-Alkaloide - Aurica Kamillentee ohne Befund

05.05.2014

Die ZDF-Sendung WISO hat am 28.04.2014 über Funde von Pyrrolizidin-Alkaloiden (PA) in Fenchel- und Kamillentees berichtet.
Bei normalem Konsum dieser Tees ist eine Gesundheitsgefährdung für Verbraucher entgegen diesen Darstellungen unwahrscheinlich. Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) bestätigt dies. Es sind keinerlei Fälle bekannt, bei denen Verbraucher durch den Konsum handelsüblicher Tees erkrankten.

Die aktuell von uns verwendeten Rohstoff-Chargen wurde auf Pyrrolizidinalkaloide untersucht und es ergaben sich keine Befunde.

Pyrrolizidin-Alkaloide kommen als natürliche Pflanzeninhaltsstoffe in etwa 500 unterschiedlichen Formen in ungefähr 6000 Pflanzen weltweit vor und werden von diesen als Schutz vor Fressfeinden gebildet.
Die meisten dieser Pflanzen gelten als „Unkraut“ und werden nicht für die Teeherstellung genutzt. Wie PA von den üblicherweise für Tees genutzten Pflanzen in die handelsübliche Produkte gelangen, kann nach heutigem Wissensstand noch nicht beantwortet werden.

Über die Entstehung von PA:
Pyrrolizidinalkaloide (PA) sind natürliche Pflanzeninhaltsstoffe, die in Unkräutern vorkommen und unbeabsichtigt in Lebensmittel gelangen. Außer in Tee wurden sie auch schon in Honig, Milch, Eiern, Getreide, Gemüse oder Salat entdeckt. PA-haltige Unkräuter wachsen zuneh-mend auf öffentlichen Flächen und Brachland im Umfeld der Anbaugebiete. Damit ist das Auftreten von PA auch als ein Ergebnis der bewussten Reduzierung von Unkrautbekämp-fungsmitteln zu werten. Bereits etwa fünf PA-bildende Unkräuter pro 50.000 bis 60.000 Nutzpflanzen auf einem Hektar Anbaufläche reichen aus, um nachweisbare Gehalte im Ern-tegut zu erzeugen. Aufgrund des natürlichen Ursprungs von PA können Erzeugnisse aus ökologischem sowie aus konventionellem Anbau gleichermaßen betroffen sein.

Das BfR kommt zu dem Schluss, dass durch den Verzehr von üblichen Mengen kein akutes Gesundheitsrisiko für Erwachsene und Kinder ausgeht.
Wie bei allen Lebensmitteln gilt auch hier der Grundsatz, dass eine abwechslungsreiche Ernährung ratsam ist. Die Vielzahl der angebotenen Tees bietet diese Möglichkeit problemlos. Somit lässt sich auch für empfindliche Verbrauchergruppen wie Kinder, Schwangere und Stillende eine mögliche einseitige Belastung mit unerwünschten Stoffen vorbeugen.

Tees, die nachgewiesenermaßen zahlreiche positive Eigenschaften besitzen, können somit bedenkenlos abwechselnd mit anderen Getränken weiter konsumiert werden.


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